Read Und Nietzsche weinte: Roman by Irvin D. Yalom Online

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Wien, ausgehendes 19 Jahrhundert Die selbstbewusste junge Russin Lou Salom dr ngt den angesehenen Arzt Josef Breuer, dem suizidgef hrdeten Friedrich Nietzsche zu helfen und ihn von seiner zerst rerischen Obsession f r sie zu kurieren Breuer willigt ein und unterzieht Nietzsche einer neuartigen Heilungsmethode, deren Ausgang f r beide unerwartet ist....

Title : Und Nietzsche weinte: Roman
Author :
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ISBN : 3492243282
ISBN13 : 978-3492243285
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Piper Taschenbuch Auflage 7 2005
Number of Pages : 464 Seiten
File Size : 982 KB
Status : Available For Download
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Und Nietzsche weinte: Roman Reviews

  • Leveret Pale
    2019-03-28 02:42

    Der historische Roman des emeritierten Psychiatrieprofessors und Psychoanalytiker Irvin Yalom handelt von dem fiktiven Zusammentreffen des Arztes Dr. Breuer und des Philosophen Friedrich Nietzsche in Wien des Jahres 1882. Als Nebenfigur und Freund Dr. Breuers tritt Sigmund Freud auf. Der Roman veranschaulicht auf unterhaltsame und anregende Art und Weise die Methoden der Psychoanalyse, ihre Ursprünge und das philosophische Weltbild Friedrich Nietzsches.Schon lange hat mich kein Buch so sehr zum Nachdenken angeregt, wie dieses hier. Wer auch nur einen Hauch von Interesse an Psychologie oder Philosophie hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

  • Dr. Volker Hoeper
    2019-04-19 02:36

    Es ist eine zwar fiktive, aber doch eng an Tatsachen und wahre Geschehnisse angelehnte Geschichte über Friedrich Nietzsche und den seinerzeit sehr bekannten Wiener Arzt Josef Breuer, einem der Väter der Psychoanalyse. Wien 1882, also Nietzsche auf der Höhe seines Schaffens, kurz vor der 'Geburt' seines Zarathrustra, deutlich vor seinem körperlichen und geistigen Verfall 7 bis 8 Jahre später.Zunächst wird Nietzsche ohne sein eigenes Wissen von einer Dame namens Lou Salome, mit der er tatsächlich eine kurze, intensive Beziehung hatte, dem Arzt Dr. Breuer als Patient zugeführt. Er soll ihn von seelischen Nöten und vor allem von Suizidgedanken befreien.Es entwickeln sich intensive Zwiegespräche, später regelrechte Rededuelle. Anfangs meint Breuer, das Heft in der Hand zu halten und das Ganze nach seinem Wunsch zu lenken, in der Absicht Nietzsche zu heilen. Doch bald kehren sich die Vorzeichen um. Die Wortgewalt und die radikalen philosophischen Ideen des damals weitgehend unbekannten Nietzsche treffen Breuer bis ins Mark. Nietzsche fordert das Zerschlagen aller alten Ideale, ein völlig neuer Anfang soll laut Nietzsche nötig sein, um ein erfülltes Leben zu führen. Man müsse sich erst verbrennen, um dann aus der eigenen Asche neu zu entstehen. Er zweifelt bekanntlich alles an, die Religion sowieso, jede Konvention wie Ehe, Familie, soziale Verpflichtungen, Bindungen. Das Ehegelöbnis müsse gebrochen, die Familie verlassen, alle sozialen Bindungen abgeschnitten werden. Nur dann könne man sein Leben in absoluter Freiheit leben und werden, wer man eigentlich ist. Nietzsche selbst lebt sein Leben auf diese Weise. Schließlich glaubt Breuer selbst, dass er unglücklich und in einem ungeliebten Leben gefangen sei, zumal seine Psyche durch eine nicht auflösbare, absolut platonische Obsession zu einer ehemaligen Patientin belastet ist. Er ist so weit, dass er Nietzsches radikalen Gedanken real zu folgen scheint.Einzelheiten sollen nicht berichtet werden, um die zunehmende Spannung, die nach anfangs etwas langatmig erscheinenden Gesprächen entsteht, nicht zu zerstören. Am Schluss mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.Als Fazit könnte man feststellen, dass die absolute totale Freiheit, die Nietzsche lehrt und tatsächlich auch lebte, für uns alltägliche Menschen unerträglich ist. Sie funktioniert nicht. Der Mensch ist ein soziales Wesen und benötigt sein Umfeld. Das gleiche Thema behandelt Saul Bellow in seinem Roman "'Der Mann in der Schwebe'" ebenfalls sehr eindringlich. (Siehe Rezension) Auch hier erlebt ein junger Mensch die absolute totale Freiheit und Unabhängigkeit von Allem. Er hat sie gewählt, er will sie leben. Er scheitert kläglich. Letztendlich 'schreit' er nach einem straffen Stundenplan, nach Unterwerfung, nach Lenkung und geht freiwillig zum Militärdienst.Ein hochinteressanter, sehr gut zu lesender Roman des renommierten amerikanischen Psychiaters und Psychoanalytikers Irving D. Yalom.

  • leser 69
    2019-04-18 22:26

    Aufgrund der vielen sehr guten Bewertungen ging ich mit enormen Erwartungen an dieses Buch. Diese wurden jedoch auf den ersten paar hundert Seiten stark abgebremst. Irgendwie schien mir die Geschichte nicht so in Schwung zu kommen und sich etwas zäh hinzuziehen. Die letzten 60 Seiten des Romans machen dies jedoch wieder gut. Ich verschlang sie geradezu in einem Stück. Wie Breuer und Nietzsche sich ihren tatsächlichen Problemen entgegenstellen war ungemein fesselnd.Mit der Übersetzung bin ich aber gar nicht zufrieden. Die Sprache wirkt an vielen Stellen sehr holprig und unangenehm zu lesen. Bisweilen sind sogar Schreibfehler enthalten. Ich nehme an, dass die Original-Version auch sprachlich dem Niveau des Inhaltes der Geschichte entspricht. Das Buch „Das Spinoza-Problem“ von Irvin D. Yalom, welches von einer anderen Person übersetzt wurde, wies diese sprachlichen Schwächen nämlich nicht auf.Machen Sie es geschickter als ich und lesen sie darum besser gleich das Original (When Nietzsche Wept)!

  • Alfred
    2019-04-24 04:38

    Habe das Buch als Nietzschefan gelesen weil es mir von einer Arbeitskollegin empfohlen wurde. Ein ein sehr einfühlsam geschriebenes Buch, von jemandem, der sich mit Nietzsche und dem Menschsein an sich viel beschäftigt hat. Wenn man die ersten zwanzig Seiten überwindet, der EInstieg ist etwas langatmig, dann liest es sich sehr flüssig. Wenn man Wien des fin de siecle mag ist das noch ein zusätzlicher Anreiz.

  • Peggy G.
    2019-04-24 02:36

    Über den Inhalt dieses Romanes möchte ich hier nichts schreiben. Darüber kann sich jeder im Internet informieren. Ich möchte nur sagen, daß ich dieses Buch bereits vor längerer Zeit einmal in gedruckter Form gelesen habe. Es hat mich damals so gefesselt, daß ich es jetzt, nachdem ich wegen einer Augenkrankheit die gedruckte Ausgabe nicht mehr lesen kann, mir als E-Book gekauft habe und froh bin, daß ich es dank dieses Mediums noch einmal lesen kann. Und ich bin wieder total gefesselt!

  • Marcel.B
    2019-03-28 04:39

    Die Begegnung zweier Charaktere die oft sehr weit von real handeln und denkenden Menschen entfernt bleiben müssen. Mitunter auch ein fast offen ausgetragener Stellungskampf um Macht, Einflussnahme, Eitelkeit, Fehleinschätzungen und Unsicherheit.Zwei Kranke die aneinander Heilung suchen und zunächst nicht erkennen wollen, dass eben die Krankheit Teil ihrer Identität ist, die abzulegen und zu überwinden einer Selbstaufgabe gleichkommen würde.Eingebettet in eine solche fiktive Begegnung muß vieles fiktiv bleiben, konstruiert erscheinen. Schließlich kann und darf ein solches nie stattgefunden habendes Aufeinandertreffen, den wohldokumentierten Lebenslauf der historisch verankerten handelnden Personen nicht beeinflussen oder gar verändern.Was also bleibt ist ein Eintauchen in die dunkle Seelenwelt zweier herausragender Denker im engen, von gesellschaftlichen Konventionen beherrschten Wien des späten neunzehnten Jahrhunderts und ihr Ringen um ihre Befreiung von diesen Fesseln. Und während der Eine die Fesseln als einen von ihm so gewollten Bestandteil seiner Lebensplanung akzeptiert um sie nicht aufgeben zu müssen, wählt der Andere den Weg des Verzichtes auf jedwedes Lebensglück um diesen Fesseln zu entfliehen.